Unterbauchschmerzen Symptome, Ursachen und Behandlung

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Unterbauchschmerzen

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Als Unterbauch wird der Rumpfabschnitt zwischen Bauchnabel und Becken bezeichnet. Allgemeine Bauch- oder Magenbeschwerden fallen also nicht in die Kategorie Unterbauchschmerzen.

Da sie die unterschiedlichsten Ursachen haben können, sind Unterbauchschmerzen eigentlich keine eigene Krankheit, sondern ein Symptom an sich, da sie auf mehrere unterschiedliche Krankheiten hinweisen können.

In den meisten Fällen betreffen die Unterbauchschmerzen den Urogenital- oder den Verdauungstrakt.

Da einige Ursachen für akut einsetzende Unterbauchschmerzen schnellen Handlungsbedarf eines Facharztes erfordern, sollten Sie unbedingt sofort einen entsprechenden Arzt aufsuchen, wenn die Bauchschmerzen plötzlich und heftig gekommen sind. Häufig ist hierbei auch ein schneller Anstieg der Schmerzstärke zu beobachten.

Schmerzen im Unterbauch

Symptome von Unterbauchschmerzen

Unterbauchschmerzen kommen in der Regel recht plötzlich und intensiv. Sie kommen krampf- oder stichartig.

Je nach Ursache sind sie oft begleitet von Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Kreislaufproblemen. Manche Arten von Unterbauchscherzen können auch chronisch auftreten, dann liegt meist wirklich ein ernstes Problem vor.

Man sollte Unterbauchschmerzen allerdings – wie bereits erwähnt -immer ernst nehmen und untersuchen lassen, denn zum Beispiel bei einer Blinddarmentzündung gilt es möglichst schnell zu handeln, damit es nicht zu einem Durchbruch kommt.


Gehen zusammen mit den Unterbauchschmerzen Fieber, starke Blähungen, Erbrechen, keuchender Atem und rasender Puls einher, sollten Sie sofort den Notarzt rufen.

Erkrankungen können immer effektiver behandelt werden, je früher sie erkannt werden. Dies trifft natürlich auf Krankheiten zu, die Unterbauchschmerzen auslösen.

Mögliche Ursachen von Unterbauchschmerzen

Unterbauchschmerzen können diverse Ursachen haben, viele davon werden von ernsthaften Erkrankungen ausgelöst, die unbedingt sofort ärztliche Hilfe benötigen. Allerdings müssen es nicht immer krankhafte Ursachen sein, die die Unterbauchschmerzen auslösen. Diese können auch auf Verstopfung oder eine harmlose vorrübergehende Verdauungsstörung zurückzuführen sein, nach dem Verzehr von zu süßen, zu deftigen oder stark blähenden Speisen.

Unterbauchschmerzen können allerdings auch seelische Ursachen haben, z.B. bei Überlastung, Unsicherheit und Aufregung Nabelkoliken, also Bauchschmerzen in der Nabelgegend, die ohne ersichtlichen Grund immer wieder auftreten, sind ein typisches Beispiel für seelische Belastung. Besonders Kinder und Jugendliche leiden bei Prüfungsangst, Schulproblemen, Mobbing oder auch bei familiären Problemen häufig unter Nabelkoliken.

Viele Frauen kennen monatliche Unterleibsschmerzen, die von den Hormonen während der Regelblutung ausgelöst werden. Diese Schmerzen sind lästig, jedoch ungefährlich.

Doch Unterbauchschmerzen können auch auf mehrere, ernstzunehmende Krankheiten hinweisen.

Einseitige Unterbauchschmerzen

Je nach Auslöser können die Beschwerden als Unterbauchmerzen links, Unterbauchschmerzen rechts oder aber mittig auftreten.

Sind die Schmerzen eher einseitig, so kann dies auf eine Blinddarmentzündung hindeuten. Es könnten aber auch Probleme mit den Nieren vorliegen, etwa Nierensteine oder eine Nierenbeckenentzündung. Auch kann es sein, dass etwas mit den Eileitern nicht in Ordnung ist, wie beispielsweise eine Eileiterschwangerschaft.

Einseitig auftretende Unterbauchschmerzen könnten auch auf einen Leistenbruch oder einen Abszess im Lendenmuskel hindeuten.

Beidseitige Unterbauchschmerzen

Hat man Schmerzen auf beiden Seiten, so kann dies eine Entzündung der Blase oder generell Harnwege, Eileiter oder Bauchfell bedeuten. Die beidseitigen Unterbauchschmerzen können allerdings auch ein Anzeichen für Nierenfehlbildungen, diverse Verwachsungen, Geschwulste oder Tumore in den Organen des Unterbauches oder Krampfadern in den Venen des Beckens bedeuten. Auch Abnutzungserscheinungen der Wirbelsäule können Unterbauchschmerzen auslösen.

Verwachsungen nach einer Bauch-OP können ebenfalls chronische Schmerzen verursachen.

Wenn Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Unterbauchschmerzen sprechen, sollten Sie unbedingt auch die Tatsache beachten, dass Schmerzen häufig auch ausstrahlen, sich ausbreiten oder wandern können. Sollte Sie dies bei sich beobachten, ist es sehr wichtig, dies den Arzt ebenfalls wissen zu lassen. So können Schmerzen vom Rücken in den Bauch ausstrahlen und zu unerklärlichen Bauchschmerzen führen, die allerdings eher auf Probleme mit der Wirbelsäule zusammenhängen als mit dem Bauch selbst.

Andererseits kann es aber auch durchaus vorkommen, dass Bauchschmerzen in den Rücken ausstrahlen, was beispielsweise auf eine Bauchspeicheldrüsenentzündung hindeuten kann.

Strahlen die Schmerzen in die Harnröhre aus, können diese evtl. von einer Harnwegsentzündung oder Harnleiterstein herrühren.

Beobachten Sie deshalb Ihre Unterbauchschmerzen genau, denn dann können Sie dem behandelnden Facharzt die Angaben machen, die er für eine zuverlässige Diagnose benötigt. Wichtige Angaben sind beispielsweise, wie die Schmerzen angefangen haben, wie sie sich im weiteren Verlauf entwickelt haben, evtl. was der Auslöser der Schmerzen war und was Sie bereits zur Schmerzlinderung selbst unternommen haben.

Therapie und Behandlung

Bei menstruationsbedingten Unterbauchschmerzen helfen meist leichte, nicht rezeptpflichtige Schmerzmittel und Wärme (Tee oder Wärmekissen). Wenn die Schmerzen doch zu schlimm sind, kann der Gynäkologe stärkere Schmerzmittel verschreiben oder die Pille genommen werden, die meist gegen die lästigen Begleiterscheinungen der Menstruation hilft.

Bei Darmbeschwerden schreibt der Arzt meist eine Diät vor, was bedeutet, dass eine Ernährungsumstellung stattfinden sollte.

Entzündungen jeglicher Art werden in der Regel mit Antibiotika behandelt. Überhaupt werden die meisten Erkrankungen im Unterbauch medikamentös behandelt, es sei denn, eine Operation ist wirklich notwendig, wenn die Medikamente nicht anschlagen.

Bei vielen Erkrankungen des Unterbauches wird empfohlen viel zu trinken. Auch eine Schmerztherapie wird in den meisten Fällen angeordnet, also schmerzlindernde und krampflösende Medikamente zur Schmerzlinderung verordnet.

Wärme hilft bei UnterbauchschmerzenWärme hilft bei vielen Erkrankungen, sowohl von innen, wenn warme Suppe oder Tee konsumiert wird, oder von außen, wenn Wärmeflaschen, andere Wärmekissen oder Wärmewickel aufgelegt werden.

Einige einfache Anleitungen und Einsatzmöglichkeiten der Wärmetherapie finden Sie bei "Was tun gegen Bauchschmerzen?"

Vorsicht ist mit Wärme jedoch geboten, wenn es sich um Entzündungen handelt – beispielsweise bei einer Blinddarmentzündung! Da sollte Wärme vermieden werden, da die Wärme den Infektionsprozess beschleunigt und dadurch schadet statt nützt.

Einige Anleitungen und Rezepte zu schmerzlindernden Tees gegen Unterbauchschmerzen, aber auch gegen Bauchschmerzen allgemein, habe ich Ihnen auf der Seite "Was hilft gegen Bauchschmerzen?" zusammengetragen.

Kann man Unterbauchschmerzen vorbeugen?

Unterbauchschmerzen, die durch die Monatsblutung ausgelöst werden, kann man nicht vorbeugen.

Was hilft gegen Unterleibschmerzen während der Menstruation? Beispielsweise lässt sich bei Regelschmerzen eine Schmerzlinderung erzielen, indem man Hausmittel dagegen einsetzt, wie etwa Himbeerblätter-Tee, Andorn-Aufguss, Heublumen-Bad etc.

Oder Sie mindern Ihre Unterleibschmerzen dadurch, dass Sie Schmerzmittel rechtzeitig einnehmen, sobald die Menstruation einsetzt und die ersten Schmerzen zu spüren sind.

Jedoch können viele Unterbaucherkrankungen von vornherein vermieden werden, wenn ein gesunder Lebensstil vorliegt bzw. gepflegt wird. Gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung beugt Darm- und Verdauungsproblemen vor.

Diversen urogenitalen Erkrankungen kann vorgebeugt werden, indem man auf eine gute Hygiene achtet. Denn zum Beispiel können Harnwegsentzündungen leicht entstehen, wenn man sich nach dem Geschlechtsverkehr nicht ausreichend wäscht.

Nicht umsonst trägt diese Erkrankung im Englischen auch den Namen "Honeymoon Disease", weil viele Frauen vor allem nach den Flitterwochen, nachdem sie häufiger als sonst Geschlechtsverkehr hatten, darunter leiden.

Anderen Erkrankungen kann allerdings nicht vorgebeugt werden, denn zum Beispiel für eine Blinddarmentzündung sind die Ursachen noch unbekannt.

Wichtig ist jedoch bei jeder Art von Unterbauchschmerzen, dass Sie möglichst schnell eine Behandlung anstreben, da sonst die Bauchschmerzen zu einer Überreizung führen und zu chronischen Schmerzen mutieren können, wodurch Sie in ein Hamsterrad geraten.

Deshalb sollten Sie bei allen Unterbauchschmerzen, die nicht einfach nur auf eine kleine Verstimmung aufgrund falscher Ernährung zurückzuführen sind, schnell Beratung und Hilfe in Anspruch nehmen – getreu dem Leitsatz: "Je früher die Behandlung beginnt, desto besser und schneller die Heilung."



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